1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, Lieferungen und Leistungen zwischen
Aaron Karasek (nachfolgend „Auftragnehmer“) und dem Auftraggeber (nachfolgend „Kunde“) im Bereich
Fotografie, Videoproduktion sowie damit zusammenhängenden Dienstleistungen (z. B. Postproduktion/Editing, Retusche,
Color Grading, Datenaufbereitung, Lieferung digitaler Dateien).
Abweichende Bedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Auftragnehmer ihrer Geltung ausdrücklich
schriftlich zustimmt. Gesetzliche Verbraucherrechte bleiben unberührt.
2. Angebot, Vertragsschluss, Leistungsbeschreibung
Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind.
Ein Vertrag kommt zustande durch (a) schriftliche Auftragsbestätigung (E-Mail ausreichend), (b) schriftliche Annahme
eines Angebots durch den Kunden oder (c) Beginn der Leistungserbringung.
Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem Angebot/der Auftragsbestätigung (z. B. Anzahl Stunden, Anzahl Motive,
Umfang Postproduktion, Lieferformat, Lieferfrist, Einsatzort). Nachträgliche Änderungen/Erweiterungen bedürfen
einer schriftlichen Vereinbarung und können Mehrkosten verursachen.
3. Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde stellt sicher, dass alle zur Durchführung des Auftrags erforderlichen Informationen rechtzeitig vorliegen
(z. B. Ablaufplan, Ansprechpartner vor Ort, Zugang zu Locations, Genehmigungen, Hausrechte).
Der Kunde ist – sofern erforderlich – verantwortlich für die Einholung von erforderlichen Rechten und Einwilligungen
Dritter (z. B. Location-Freigaben, Hausrecht, Dreh-/Fotoerlaubnis, Einwilligungen abgebildeter Personen), soweit dies
nicht ausdrücklich als Leistung des Auftragnehmers vereinbart ist.
4. Termine, Wetter, höhere Gewalt
Vereinbarte Termine sind verbindlich. Bei Outdoor-Produktionen kann witterungsbedingt eine Verschiebung erforderlich
sein. In diesem Fall stimmen die Parteien einen Ersatztermin ab; bereits angefallene Aufwände (z. B. Anfahrt,
Vorbereitungszeit, gebuchte Dienstleister) können berechnet werden, sofern der Auftragnehmer die Gründe nicht zu vertreten hat.
Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Unwetter, behördliche Anordnungen, Krankheit/Unfall, Verkehrsereignisse, Streiks)
berechtigen den Auftragnehmer, Termine angemessen zu verschieben. Schadensersatzansprüche sind insoweit ausgeschlossen,
soweit gesetzlich zulässig.
5. Vergütung, Reisekosten, Spesen
Es gelten die im Angebot/der Auftragsbestätigung genannten Preise. Alle Preise verstehen sich – sofern nicht anders
ausgewiesen – in Euro. Bei längeren Produktionen oder größeren Projekten kann eine angemessene Anzahlung vereinbart werden.
Reisezeiten, Reisekosten (z. B. Bahn/Flug, Kilometerpauschale), Parkgebühren, Maut, Unterkunft sowie Spesen können
gesondert berechnet werden, sofern dies im Angebot vorgesehen ist oder der Einsatzort dies erforderlich macht.
6. Zahlungsbedingungen, Verzug
Rechnungen sind – sofern nicht anders vereinbart – innerhalb von 10 Kalendertagen ab Rechnungsdatum
ohne Abzug fällig. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Der Auftragnehmer ist berechtigt,
weitere Leistungen bis zum vollständigen Zahlungseingang zurückzuhalten.
7. Stornierung / Verschiebung durch den Kunden
Stornierungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail). Bei Stornierung kann der Auftragnehmer eine angemessene Pauschale
für bereits erbrachte Leistungen und entgangenen Gewinn verlangen, sofern kein Ersatztermin vereinbart wird.
Soweit nicht anders vereinbart, gelten folgende Pauschalen bezogen auf das vereinbarte Netto-Honorar:
- bis 14 Tage vor Termin: 30%
- 13 bis 7 Tage vor Termin: 50%
- 6 bis 2 Tage vor Termin: 80%
- unter 48 Stunden / Nichterscheinen: 100%
Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
Bereits gebuchte Drittdienstleister/Locations o. Ä. werden zusätzlich nach Aufwand bzw. gemäß deren Bedingungen berechnet.
8. Leistungserbringung, künstlerische Gestaltung, Rohdaten
Der Auftragnehmer erbringt die Leistung mit der gebotenen Sorgfalt. Der Kunde erkennt an, dass Foto-/Videoarbeiten
einen künstlerischen Gestaltungsspielraum beinhalten (z. B. Bildauswahl, Perspektive, Schnitt, Color Grading, Retusche).
Reklamationen hinsichtlich Stil/Ästhetik sind ausgeschlossen, sofern die Leistung nicht objektiv mangelhaft ist.
Die Herausgabe von Rohdaten/RAW-Dateien, ungeschnittenem Videomaterial oder Projektdateien
(z. B. Premiere/After Effects) ist nicht Bestandteil des Vertrags, sofern nicht ausdrücklich
schriftlich vereinbart. Der Auftragnehmer ist zur Archivierung von Rohdaten nicht verpflichtet.
9. Lieferung, Korrekturen, Abnahme
Die Lieferung erfolgt digital (z. B. Download-Link) oder in anderer vereinbarter Form. Lieferfristen sind nur verbindlich,
wenn sie schriftlich zugesagt wurden und der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nachkommt.
Sofern im Angebot enthalten, ist eine Korrekturrunde (Feinschliff) für Videos/Edits bzw. eine übliche
Auswahl-/Korrektur (z. B. kleine Retuschen) für Fotos enthalten. Weitere Änderungen (z. B. umfangreiche Schnittänderungen,
zusätzliche Motive, zusätzliche Retusche) werden nach Aufwand berechnet.
Der Kunde prüft die gelieferten Ergebnisse zeitnah. Bei offensichtlichen Mängeln ist der Auftragnehmer unverzüglich zu informieren,
damit eine Nachbesserung erfolgen kann. Gesetzliche Gewährleistungsrechte bleiben unberührt.
10. Nutzungsrechte, Urheberrecht, Namensnennung
Sämtliche Urheberrechte an den erstellten Foto-/Videoarbeiten verbleiben beim Auftragnehmer. Der Kunde erhält – nach vollständiger
Zahlung – die im Vertrag vereinbarten Nutzungsrechte (einfach, räumlich/zeitlich/inhaltsmäßig beschränkt) für die benannten Zwecke
(z. B. Website, Social Media, PR, interne Kommunikation).
Eine Weitergabe an Dritte, der Verkauf, die Übertragung von Nutzungsrechten oder die Nutzung für andere als die vereinbarten Zwecke
bedarf einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung. Veränderungen, Filter, starke Bearbeitungen oder verfremdende Zuschnitte sind
nur zulässig, soweit sie den Charakter des Werkes nicht entstellen oder schriftlich freigegeben wurden.
Der Auftragnehmer darf – soweit branchenüblich und zumutbar – als Urheber genannt werden (z. B. „Foto/Video: Aaron Views“). Bei Social
Media ist eine Verlinkung/Tagging wünschenswert, jedoch keine zwingende Voraussetzung, sofern nicht ausdrücklich vereinbart.
11. Persönlichkeitsrechte / Einwilligungen abgebildeter Personen
Für die Veröffentlichung von Personenaufnahmen (insbesondere bei Portraits, Hochzeiten, privaten Events) sind ggf. Einwilligungen
der abgebildeten Personen erforderlich. Sofern nicht anders vereinbart, liegt die Verantwortung für das Einholen solcher Einwilligungen
beim Kunden, insbesondere wenn der Kunde die Aufnahmen veröffentlicht oder Dritten zur Veröffentlichung bereitstellt.
Der Auftragnehmer wird Aufnahmen in seinem Portfolio/zu Referenzzwecken nur verwenden, wenn dies rechtlich zulässig ist
oder der Kunde/Betroffene eingewilligt hat. Der Kunde kann der Referenznutzung jederzeit für die Zukunft in Textform widersprechen.
12. Referenznutzung (Portfolio, Website, Social Media)
Sofern es sich um kommerzielle Produktionen handelt (z. B. Unternehmens-/Event-/PR-Aufträge) darf der Auftragnehmer die Arbeiten
nach Veröffentlichung durch den Kunden in angemessener Form als Referenz (Website, Showreel, Social Media, Pitch-Unterlagen) nutzen,
sofern dem keine berechtigten Interessen des Kunden entgegenstehen oder schriftlich anders vereinbart wurde.
13. Haftung
Der Auftragnehmer haftet für Schäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer
nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
Die Haftung für entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
Für Datenverluste haftet der Auftragnehmer nur, wenn der Kunde angemessene Datensicherungsmaßnahmen getroffen hat und der Schaden auch
bei ordnungsgemäßer Sicherung nicht eingetreten wäre.
14. Datenschutz
Personenbezogene Daten werden ausschließlich zur Vertragsabwicklung und Kommunikation verarbeitet. Details sind der Datenschutzerklärung
auf dieser Website zu entnehmen.
15. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch keine zwingenden
Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen werden.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Düsseldorf Gerichtsstand
für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis. Andernfalls gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen
unberührt.